Dirk Schmidt

Pflegeanleitung für Rollrasen

Wässern

Ihr Rasen verdunstet im Sommer täglich 15- 25 l Wasser je qm!

Sie wässern, wenn sich die Rasenblätter nach dem Betreten nicht mehr aufrichten (Welkepunkt) früh oder abends 10- 20 l je m2, das heißt 2- 3 h lang. Sie können die Niederschlagsmenge während des Wässerns mit einem geradwandigen Gefäß – einem zylindrischen Trinkglas oder einer Konservendose messen. Sind ca. 20 mm Wasser im Gefäß, ist Ihr Rasen ausreichend gesprengt.

Normalerweise genügen 2 x Bewässerung ( bis 25 Grad Temperatur ) wöchentlich nach der Anwachsphase 4 Wochen nach Verlegung.

Es ist falsch, den Rasen jeden Abend und dafür mit kleineren Wassermengen zu bewässern. Dadurch dringt das Wasser nicht tief genug in den Boden ein, und die Wurzeln des Rasens können nicht in den Untergrund wachsen. Dadurch würde Ihr Rasen noch empfindlicher auf Trockenheit reagieren.


Düngen

Bis zu 10 kg Grünmasse produziert unser Rasen pro m² und Jahr. Die dafür benötigten Nährstoffe müssen durch Düngung ergänzt werden.

Rasendünger mit Eisen und Magnesium sind im Fachhandel erhältlich.

Gedüngt wird zum Beginn der Wachstumsphasen Anfang April/ Ende Juni und Ende August/ Anfang September.

Es ist zweckmäßig, die benötigten Nährstoffe in 3 Gaben auszubringen. Wenn Sie Langzeitdünger verwenden, reichen zwei Gaben pro Jahr aus. Mit einer Kalidüngung im Spätherbst erhöhen Sie die Frostresistenz.


Mähen

Ihr Rollrasen sollte auf einer Wuchshöhe auf 3,5 bis 4 cm gehalten werden. Schnittreste sowie Laub sind immer sorgfältig zu entfernen.

Gemäht wird, wenn die optimale Höhe um ca. 1 bis max. 2 cm überschritten wird. Dies kann bis zu 2 Mal wöchentlich erforderlich sein, in der Regel alle 7- 14 Tage. Ist der Rasen einmal wesentlich höher, mähen Sie möglichst in zwei Stufen an 2- 3 aufeinander folgenden Tagen.

Schon im März kann der erste Schnitt bei entsprechender Witterung nötig sein. Sind Blumenzwiebeln im Rasen, sollte aber erst gemäht werden, wenn das Laub der Zwiebelpflanzen gelb ist.

Im Sommer sollten Sie darauf achten, dass Sie Ihren Rasen nicht zu tief schneiden. In dieser heißen und trockenen Zeit kann die Grasnarbe sonst leicht ausbrennen. Im Hochsommer empfehlen wir daher, eine Stufe höher zu schneiden. Nur regelmäßig gemähter Rasen bleibt dicht wie ein Teppich.

Im November erfolgt der letzte kurze Schnitt. Um Winterschäden vorzubeugen sollten Sie unbedingt Mähgut und Laub vom Rasen entfernen.


Der richtige Rasenmäher

Ist Ihr Rasen größer als 100 m², empfehlen wir Ihnen dringend einen motorisierten Rasenmäher.

Stets gut geschliffene Messer erleichtern die Arbeit und schonen Ihren Rasen.

Achten Sie beim Kauf auf:
  • eine Schnittbreite von gut 40 cm,
  • einfache Bedienbarkeit
  • einen Fangkorb von min. 40 l
leichte Verstellbarkeit der Schnitthöhe und ausreichende Motorleistung (>3 PS), damit das Mähen auch im hochgewachsenen Rasen noch mühelos bleibt.


Vertikutieren

Gräser brauchen Licht und Luft zum Wachsen, sonst verkümmern sie. Deshalb sollten Rasenflächen stets hell und luftig liegen. Bewährt hat sich das alljährliche Vertikutieren (Entfilzen).

Dabei rupfen die schneidenden Messer des Vertikutierrechens oder des Elektrovertikutierers mit den Wildkräutern den alten Rasenfilz und die verdichtete Narbe und Moos mit aus dem Boden. Der Rasen bekommt Luft. Wasser und Nährstoffe dringen besser in die Wurzelschichten ein und junge Gräser können sich wieder entfalten. So wird eine tiefere und kräftigere Wurzelbildung gefördert.

Der beste Zeitpunkt für das Vertikutieren ist das Frühjahr (auch im Juni und September möglich), sobald der Boden abgetrocknet ist.

Die Messer graben tiefe Rillen in die Rasenfläche. Schon bald entwickeln sich neue Gräser. Bereits nach 6 Wochen ist die Fläche wieder dicht. Vertikutiergeräte können in Baumärkten und vielen Fachgeschäften ausgeliehen werden.

Wichtig: Um alle Grashorste zu zerteilen, führen Sie den Vertikutierer kreuz und quer über Ihre Rasenfläche. Stellen Sie die Messer so ein, dass die Filzschicht bis auf den Grund durchgearbeitet, der Boden darunter aber nur 3 mm angeritzt wird.


Richtig ausbessern

Rasen ist vielen natürlichen und umweltbedingten Einflüssen unterworfen. Im Laufe der Zeit können Vertiefungen im Boden auftreten. Kahlstellen, Rasenfilz und Verdichtung rufen einen ungesunden Eindruck hervor. Rasenkrankheiten, Unkräuter und Rasenschädlinge treten auf. Diese Stellen sollten bald ausgebessert werden.

Vertiefungen beheben Sie, indem Sie die Rasennarbe vorsichtig aufheben und die Vertiefung mit sandiger Gartenerde auffüllen. Die abgehobenen "Soden" legen Sie dann wieder auf und treten sie vorsichtig an.

Kahlstellen können Sie mit Rollrasen ausbessern, oder – was jedoch langwieriger ist – nachsäen. Die Saat sollte dann leicht mit Erde bedeckt sein und bis zum Aufgehen feucht gehalten werden.


Rasenfilz und Verdichtung

Rasenfilz entsteht insbesondere durch liegengebliebene Schnittgutreste. Er ist für den Rasen schädlich, weil z. B. die Bodenatmung vermindert wird. Sie können ihn mit einem Vertikutiergerät entfernen und dann mit dem Rechen entfernen.


Hier können Sie sich ein >> individuelles Rollrasen-Angebot erstellen lassen (unverbindlicher Kostenvoranschlag).